Hallo meine Freundinnen und Freunde!

Mein Name ist Jenny, ich bin zur Zeit 20 Jahre alt und das ist mein Blog.
Hier geht es um meine Gedanken zu ökologischen Themen wie Umweltschutz, Tierschutz, Vegane/Vegetarische Lebensweise und vieles mehr.
Ich bin stets zu konstruktiven Diskussionen bereit, ja sogar erfreut, auch wenn ihr eine andere Meinung habt als ich.
Ich möchte niemanden meine Meinung aufzwingen und tolleriere andere Ansichten, solange sie nicht diskriminierend, beleidigend oder anderwältig verfassungsfeindlich sind.
Sonst bin ich für alles offen! =)

Montag, 30. Juli 2012

Stellungnahme des Deutschen Badmintonverbandes zur Naturballproblematik

Wegen dem hier von mir angesprochenen Problem habe ich vorgestern gleich den Deutschen Olympischen Sportbund angeschrieben und um eine Stellungnahme hinsichtlich der Notwendigkeit, der Tiere und der Tierhaltung gebeten. Außerdem habe ich daran appelliert, die Qualen der Tiere sobald wie möglich zu beenden.

Daraufhin bekam ich heute diese Stellungnahme des Deutschen Badmintonverbandes.

Sehr geehrte Frau *****,

ich habe Ihre Anfrage von den Verantwortlichen beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) weitergeleitet bekommen und daraufhin hier in der Londoner Wembley Arena mit einem Vertreter des Badminton-Weltverbandes BWF darüber gesprochen, um die mir vorliegenden Informationen ganz aktuell abzusichern.

Wie mir Torsten Berg bestätigte, stammen die Federn, die für die Herstellung von Federbällen verwendet werden, von Gänsen, die z.B. für die Verarbeitung zu Lebensmitteln gezüchtet und – leider auch – getötet  werden. Es werden keinesfalls speziell und in erster Linie Tiere geopfert, um daraus Federbälle herzustellen.

Zum anderen arbeitet der Badminton-Weltverband seit einiger Zeit verstärkt daran, synthetische Federbälle zu produzieren, die über jene Eigenschaften verfügen, wie sie Federbälle aus Naturmaterialien aufweisen. Somit werden die Spitzenspieler aller Voraussicht nach in absehbarer Zeit mit synthetischen Bällen aufschlagen. Derzeit existiert noch kein solcher Ball, der über all jene Eigenschaften verfügt, die für Badminton auf einem solch hohen Niveau, wie es insbesondere bei Olympischen Spielen vorkommt, erforderlich sind. Der BWF ist diese Problematik aber sehr bewusst.   

Sollten Sie nähere Informationen zu dieser Thematik benötigen/wünschen, so empfiehlt Torsten Berg die Kontaktaufnahme mit Thomas Lund, Chief Operating Officer bei der BWF (vgl. http://www.bwfbadminton.org/page.aspx?id=14897).

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Pauli
(Pressesprecherin Deutscher Badminton-Verband)

Ich finde es auf jeden Fall sehr gut, dass die Verantwortlichen sich gleich reingehängt haben, mir die Informationen zu geben. Das ist sehr löblich und nach meiner eigenen Erfahrung keineswegs üblich.
Es war mir irgendwie klar, dass die Federn eher ein "Nebenprodukt" der Lebensmittelproduktion sind. Aber damit verhält es sich ähnlich wie beim Leder oder der Gelatine. Es rechtfertigt in keinster Weise, dass die tierischen Produkte verwendet werden, obwohl nicht mal eine Notwendigkeit besteht. 
Es klingt auf jeden Fall schon einmal viel versprechend, dass es in der Forschung für synthetische Bälle voran geht. Aber ich bin der Meinung, dass es für die Tiere garnicht schnell genug gehen kann und die Sportler in der Zeit bis es andere gute Bälle gibt, und ich bezweifle, dass die Nylonbälle so schlecht sind, ein anderes Flugverhalten verkraften können und müssen.
Sehr schade finde ich, dass keinerlei Informationen über die Haltung und Schlachtung der Tiere gegeben wurde. Man könnte jetzt mutmaßen, dass diese Infos mit Absicht unterschlagen wurden und ich werde da auf jeden Fall nochmal nachhaken.
Vermutlich werde ich das heute aber nicht mehr schaffen, da mein nächster Ansprechpartner englischsprachig ist und meine englische Grammatik ist sagen wir nicht grade "the yellow from the egg". ;)
Solltet ihr noch fragen zu dem Thema haben, könnt ihr sie gerne stellen, ich werde sie nach Möglichkeit weiterleiten.

Ich bleibe auf jeden Fall dran! Für die Tiere!

Kommentare:

  1. schön dass du so hartnäckig bist...ich wusste das mit den bällen auch nicht :( total schrecklich. erst gequält, dann gefressen..oh man! unsere egoistische welt!

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  2. Danke für Dein Engagement in dieser Sache! Es scheint schwierig zu sein, nähere Informationen zu den Produktionsbedingungen der Badminton-Bälle zu bekommen. Auf die Schnelle fand ich nur: http://forum.peopleforanimalsindia.org/viewtopic.php?f=5&t=416. (Es fehlen aber Quellenangaben oder dgl.)

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  3. Ebenfalls danke für die Informationen. Ich selbst spiele mit großer Leidenschaft Badminton und frage mich auch seit einiger Zeit, wie genau das mit den Gänsen und Enten läuft. Auch wenn es mich freut, dass der BWF angeblich daran arbeitet, synthetische Bälle zu produzieren, kann ich nicht glauben, dass es so lange dauern soll. Ich werde bei mir im Verband mal rumhorchen, was man da machen kann.

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  4. Hi Jenny
    Ich spiele Badminton leidenschaftlich gerne, und auch schon auf einem sehr ordentlichen Niveau (Landesliga falls dir das was sagt). Mir ist das "Federproblem" auch erst vor kurzem bewußt geworden (wahrscheinlich, weil ich seit einiger Zeit selber auf dem Weg bin vegan zu werden). Zu deinen Überlegungen wie groß die Flugeigenschaften der Plastikbälle im Vergleich zu den Naturfederbällen sind, kann ich sagen, dass es ein Unterschied wie Tag und Nacht ist! Das merkt man auch schon als Anfänger (wenn du es übers Herz bringst, kannst du ja mal ein paar Schläge mit beiden Ballarten in einem Verein machen, um dich selber zu überzeugen). Es geht also leider nicht nur um eine kleine Umstellung, wo der Ball etwas anders fliegt.
    Darin liegt, wie die Frau Pauli dir das auch schon geschrieben hat, das Hauptproblem. Ich habe sogar schon mal den Gedanken gehabt selber einen veganen Ball zu konstruieren/entwickeln (hab mal ein paar Semester Ingenieurskram studiert) aber das ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Ich bringe es aber mitlerweile kaum mehr übers Herz selber mit den Naturfederbällen zu spielen, und hoffe, dass es bald eine vernünftige Alternative gibt. Allerdings gibt es mal abgesehen von Dingen wie der Vogelgrippe keinen großen Anreiz vegane Bälle zu entwickeln, denn wie du schon richtig sagtes, werden die Gänse nicht extra für die Ballproduktion gezüchtet, sondern sind ein Nebenprodukt, das die Gänse eher wertvoller macht...
    LG Oliver

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    1. Hallo Oliver,
      zuerst einmal Danke für deine Ansicht zu dieser Thematik. Ich selbst verstehe nicht allzuviel von Badminton und bin dankbar für jede qualifizierte Stellungnahme. :)
      Es ist natürlich problematisch, wenn der Unterschied dann doch so maßiv ist. Es ist wie du es sagst, die Ambitionen für die Entwicklung einer Alternative sind wohl eher gering. Deswegen ist es wichtig, dass die Menschen mehr über die Umstände der Gänse aufgeklärt werden und so die Nachfrage nach einer Alternative steigt.
      Ich hoffe mal, dass das Problem zeitnah gelöst wird, damit solches Dilemma, wie du es hast, nicht mehr auftritt.
      LG Jenny

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