Hallo meine Freundinnen und Freunde!

Mein Name ist Jenny, ich bin zur Zeit 20 Jahre alt und das ist mein Blog.
Hier geht es um meine Gedanken zu ökologischen Themen wie Umweltschutz, Tierschutz, Vegane/Vegetarische Lebensweise und vieles mehr.
Ich bin stets zu konstruktiven Diskussionen bereit, ja sogar erfreut, auch wenn ihr eine andere Meinung habt als ich.
Ich möchte niemanden meine Meinung aufzwingen und tolleriere andere Ansichten, solange sie nicht diskriminierend, beleidigend oder anderwältig verfassungsfeindlich sind.
Sonst bin ich für alles offen! =)

Samstag, 29. Juni 2013

Feminismus – Ein Kommentar


Hallo meine Freunde unter der Sonne!
Ich schreibe heute mal über ein etwas anderes Thema, als man vielleicht auf einem „Öko-Blog“ mit Vegan-Schwerpunkt erwarten könnte. Es hat mich aber schon länger in den Fingern gejuckt, etwas darüber zu schreiben, außerdem bedeutet Veganismus für mich auch nicht nur, mich ohne tierische Produkte zu ernähren, sondern allgemein das Einsetzen für ein besserer Verhältnis zwischen den Mitgeschöpfen – also auch den Frauen und Männern.
Die Textart „Kommentar“ sagt es schon: Dies ist ein subjektiver Text der meine Meinung widerspiegelt. Jeder kann natürlich eine andere Meinung haben oder mir zustimmen. Deswegen bin ich schon gespannt auf eure Ansichten, die ihr mit mir in den Kommentaren  teilt.


Feminismus – Dieser Begriff ist bei mir schon seit einiger Zeit leider eher negativ konnotiert. Das liegt vor Allem an den persönlichen Erfahrungen, die ich bisher mit Feministinnen gemacht habe, sowohl live als auch im Internet.
In meinem Bekanntenkreis gibt es so, sagen wir mal „Kampf-Feministinnen“. Für sie geht es nicht nur in erster Linie darum, für die Rechte der Frauen zu kämpfen, sondern darum, alle Männer zu verteufeln. Nach ihren Ansichten ist alles, was die Männer machen, nur „Frauen-Diskriminierung“. Auch wenn es nur ein Kompliment ist. Und sobald man etwas dagegen sagt oder sogar einen Freund hat ist man, äh Frau, der Arsch der Nation. Noch schlimmer sind da nur die Radikal-Feministinnen aus einem Forum, auf die ich durch frühere Nachforschungen über Feminismus gestoßen bin. Ihrer Ansicht danach sind nicht nur die Männer „Scheiße“. Sie sind der Meinung, dass eine Schwangerschaft eine „feindliche Inversion“ und heterosexueller Sex ohne Diskriminierung der Frau gar nicht möglich ist.
Von Alice Schwarzer und anderen Persönlichkeiten in der Öffentlichkeit möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst anfangen.
Durch die tolle Bloggergemeinde bin ich erstmals auf „vernünftige“ Feministinnen  getroffen. Sie verteufeln nicht die Männlichkeit im Allgemeinen, sondern sprechen sich offen für eine Gesellschaft mit gleichgestellten Geschlechtern aus. Gegen den Sexismus an der Frau sowie am Mann. Das sage ich, damit ihr seht, dass ich weiß, dass es eben nicht nur den „Radikal-Feminismus“ gibt. Und diese Art von Feminismus finde ich an und für sich erst einmal super.


Es ist kein Geheimnis, dass Frauen in unserer Gesellschaft dem Mann noch immer nicht gleichgestellt sind.  Besonders im Berufssektor haben bei uns noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen.  Das führt dazu, dass viel weniger Frauen in Führungsschichten arbeiten und sie generell geringer Bezahlt werden. Jedoch ist dies multikausal zu betrachten. Studien haben ergeben, dass Frauen generell weniger dazu bereit sind, Führungsverantwortung zu übernehmen. Außerdem ist Frauen allgemein das Geld weniger wichtig als den Männern, sodass sie andere Dinge als die Karriere eher bevorzugen. Das gilt natürlich nicht für alle Frauen, dass ist mir klar. Diese Argumente gelten auch nur für das „Frauen-in-Führungsschichten-Problem“. Weniger Bezahlung für gleiche Tätigkeiten lassen sich in keiner Weise rechtfertigen und es ist Sache der Politik, dieses Problem so schnell wie möglich zu beheben. Wir können das mit unserer Wahlentscheidung beeinflussen.
Mehr Frauen in Führungsschichten – meiner Ansicht sollte es dort hin einen anderen Weg geben als die Frauenquote. Ich möchte schließlich nicht nur eingestellt werden weil ich eine Frau bin, das ist doch genau das Gegenteil von Gleichstellung. Gleichstellung bedeutet für mich, dass das Geschlecht egal ist. Dass ich eine Frau bin, darf also nicht der Grund sein das ich eine Stelle bekomme. Sondern einzig und allein meine Leistung und Qualifikation.

Vielleicht sagt ihr jetzt: „Dann zeig uns doch mal eine andere Lösung für das Problem!“
Meiner Ansicht nach ist nur der gesellschaftliche Wandel die Lösung. Wir müssen alle einmal umdenken. Die Männer, die wissen, dass Frauen genauso viel leisten können wie Männer, müssen den Mund aufmachen. Sie müssen ihren Kollegen mal das Hirn waschen und sich durchsetzen. Und die Männer, die noch immer in ihrem 50er-Jahre Frauenbild stecken geblieben sind, sollten endlich mal anfangen zu denken.  Aber von selbst werden sie damit nicht anfangen. Also bitte liebe Männer mit klarem Verstand: Ihr macht ganz bestimmt mindestens 75% aus, setzt euch einmal durch! Sprecht für eure Frauen, Mütter, Töchter, besten Freundinnen und Nachbarinnen!
Aber auch die Frauen müssen umdenken. Immer nur darüber rumzuheulen, dass sie doch so schlimm diskriminiert werden und die Männer ja so doof und gemein sind, hilft da auch nicht weiter. Sie müssen stark sein und sich durchsetzten. Und zwar nicht wie in der äußerst seltsamen Werbung von Dové, sondern mit einer Selbstverständlichkeit. Es wird die Männer beeindrucken. Und liebe Frauen: Es bringt euch bestimmt nicht mehr Respekt, wenn ihr die süße und verletzliche Jungfrau gebt, die bei einem Date alles bezahlt bekommen möchte oder versucht, sich auf Arbeit durch Augenklimpern durchzukämpfen.
Und auf gar keinen Fall hilft es, sich bei jeder Kleinigkeit über „Diskriminierung der Frau“ oder Sexismus zu beschweren. Nicht mit jedem Kompliment versucht der nette Kollege euch zu diskriminieren. Und blöde Sprüche von Bauarbeiten zeugen wahrscheinlich von geistiger Unterbelichtetheit, aber da bring es auch nichts, ihnen eine Moralpredigt von Sexismus zu halten. Ignorieren hat hier schon immer geholfen. Gleiches gilt auch für das „Süße“, dass ich schon des Öfteren von älteren Herren geerntet habe, wenn ich bei uns an der Supermarktkasse arbeite. Die meinen es doch gar nicht böse. Als sie aufgewachsen sind, war das ganz normal, keine Frau hat sich davon auf den Schlips getreten gefühlt. Darüber sollte man am besten drüber hinweg lächeln. Und ja, geschmeichelt fühlen darf Frau sich auch mal, wenn sie ein nettes Kompliment zu hören bekommt.

Am meisten ärgert mich dieses rumhacken auf solche Bagatellen, wenn ich an die reale Diskriminierung denke, die weltweit geschieht. Die Verstümmelung der Mädchen in vielen Afrikanischen Ländern ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und muss unterbunden werden. Auch der Handel mit Frauen und Mädchen weltweit zählt für mich zu einer realen Gefahr für die Frauen, die bekämpft werden muss.
 

Auch Diskriminierung ist für mich etwas anderes, als für viele „Radikal-Feministinnen“. Diskriminierung findet in Deutschland nur noch in absoluten Ausnahmesituationen statt. Was bei uns das Problem ist, ist der Sexismus, der aber eher ein geistiges Problem ist. Die Lösung dafür habe ich bereits genannt. Diskriminierung geschieht in vielen arabischen Ländern, in denen Frauen weder Auto fahren oder Wählen, geschweige denn ohne einen Mann auf die Straße gehen dürfen.
Was ich an dieser Stelle einmal erwähnen möchte: Kopftuch, Burka und Co. sind für mich kein Symbol der "Frauendiskriminierung". Die meisten Frauen tragen es freiwillig, weil sie sich damit ihrem Gott näher fühlen. Deswegen empfinde ich es als eine Frechheit und äußerst überheblich von Frauen der westlichen Welt, die ein Verbot dieser Kleidungsstücke fordern. Jeder sollte seine Religion so ausleben dürfen wie er/sie es gerne möchte. Egal ob er/sie seinen Glauben mit einem Kruzifix oder eben einem Kopftuch symbolisiert.

Den nächsten Punkt den ich hier ansprechen möchte, ist die angebliche Oberflächlichkeit gegen die Frau. Oft habe ich gelesen und gehört, dass Frauen durch die Männer nur auf ihre Äußerlichkeiten reduziert werden. Dass es anders herum genauso oft geschieht, sagt jedoch kaum jemand. Wie oft hört man von Frauen "Ich werde immer nur von den Hässlichen angemacht, dass ist so frustrierend." Außerdem genießen auch die Damen den Anblick eines leicht bekleideten sportlichen jungen Mannes, so wie es auch die Männer bei den Frauen machen. Und sie reden genauso über den "knackigen Arsch" des Kollegen. Macht das aber ein Mann über eine Frau, gilt das gleich wieder als sexistisch und oberflächlich.
 Meiner Meinung nach ist das nicht fair. Jeder ist irgendwie oberflächlich, auch wenn es nicht so sein sollte. Niemand würde mit jemanden eine Partnerschaft eingehen, denn er nicht optisch anziehend findet. Natürlich sollten wir über die eine oder andere Oberflächlichkeit hinweg sehen können, beispielsweise bei der "Auswahl" der Freunde. Aber man muss der Wahrheit ins Auge sehen und auch die Frauen müssen sich eingestehen, dass sie die Männer genauso oberflächlich betrachten wie anders herum.


Weiterhin symbolisch für den Feminismus steht das so genannte "gendern". Dabei werden Begriffe, die sonst "männlich" sind, auch in eine "weibliche" Form gebracht. Meistens Begriffe die Personen beschreiben.
Um auf den Punkt zu kommen: Ich finde es Schwachsinn, jedes Mal darauf achten zu müssen. Ich hätte diesen Artikel schon beginnen müssen mit "Hallo meine Freundinnen und Freunde unter der Sonne!" Ganz abenteuerlich kann es dann noch werden, wenn man schreibt "Hallo meine Freund/innen..", "Hallo meine FreundInnen..." oder "Hallo meine Freund_innen.." Oder man gendert Begriffe ins geschlechtslose wie "die Fahrrad Fahrenden" statt "Die Fahrradfahrer".
Jetzt mal ehrlich, was soll sowas? Ich wette am Anfang meines Artikels haben sich auch die weiblichen Personen angesprochen gefühlt und sich nicht diskriminiert gefühlt. Ich empfinde es als Zeitverschwendung, sich um das gendern von Begriffen zu kümmern oder sich darüber aufzuregen, dass es nicht so ist. Da gibt es doch wesentlich wichtigere Probleme.

Als letztes geht es mir um den Begriff "Feminismus". Er kommt vom lateinischen Begriff "femina", welcher Frau heißt. Vom Wort her ist es also eine politische Bewegung nur für die Frau. Die meisten "vernünftigen" Feministinnen sagen jedoch, dass es nicht um die Frau an sich geht, sondern um die komplette Gleichstellung der Geschlechter. Männer haben nämlich auch mit Sexismus bzw. geschlechtsspezifischen Vorurteilen zu kämpfen.
Sollte es dann nicht anders als Feminismus heißen? Spontan kommt mir da der Begriff "Equality Aktivismus" in den Kopf. Equality - Gleichheit. Geht es nicht darum? Die Gleichheit zwischen Mann und Frau, Schwarz und Weiß, Menschen und andere Tieren.


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