Hallo meine Freundinnen und Freunde!

Mein Name ist Jenny, ich bin zur Zeit 20 Jahre alt und das ist mein Blog.
Hier geht es um meine Gedanken zu ökologischen Themen wie Umweltschutz, Tierschutz, Vegane/Vegetarische Lebensweise und vieles mehr.
Ich bin stets zu konstruktiven Diskussionen bereit, ja sogar erfreut, auch wenn ihr eine andere Meinung habt als ich.
Ich möchte niemanden meine Meinung aufzwingen und tolleriere andere Ansichten, solange sie nicht diskriminierend, beleidigend oder anderwältig verfassungsfeindlich sind.
Sonst bin ich für alles offen! =)

Montag, 12. August 2013

„Geh wählen!“ – „Warum nicht ungültig machen?“



Über den Mythos „Ungültig machen“ – und warum es genauso schlecht wie nicht wählen ist.
Bei Debatten zum Thema wählen gehen hört man das oft: „Geh wenigstens deine Stimme ungültig machen, wenn du schon niemanden wählen willst!“ Doch was ist dran, an diesem scheinbar besseren Weg der Wahlenthaltung?

(1) Ungültig sind Stimmen, wenn der Stimmzettel
1.    nicht amtlich hergestellt ist,
2.    keine Kennzeichnung enthält,
3.    für einen anderen Wahlkreis gültig ist,
4.    den Willen des Wählers nicht zweifelsfrei erkennen lässt,
5.    einen Zusatz oder Vorbehalt enthält.
-BWahlG §39

Beim bewussten „Ungültig machen“ ist meist 4. oder 5. der Fall. Es wird durchgestrichen, doppelt angekreuzt, nichts ausgefüllt oder sogar zerrissen. Dabei ist es auch möglich nur eine von beiden Stimmen ungültig zu machen.
Die Wahlhelfer zählen dann zwar diese Ungültigen Stimmen und diese Zahl kommt dann auch in die Statistik – aber mehr auch nicht. Faktisch ist Wert der ungültigen Stimmen gleich Null. Also:
Ungültig machen = Nicht wählen
Und warum nicht zu wählen keine Alternative ist, habt ihr ja im Artikel zuvor gelesen. Dies gilt also auch alles für die ungültigen Stimmen.

Nicht einmal die Parteienfinanzierung könnt ihr durch das „Ungültig machen“ beeinflussen. Jede Partei bekommt zwar pro Wählerstimme 70 bis 85cent sobald sie mehr als 0,5% erreichen. Jedoch darf nach Bundeswahlgesetz (BWAhlG) jährlich nicht mehr als 150,8 Millionen Euro vom Bund in die Parteien fließen. Diese Obergrenze wird stets erreicht und somit würde so oder so gekürzt werden.

Einziges übriges Argument ist der Protest. „Die Parteien sehen so, dass wir unzufrieden sind“, sagen die Ungültigmacher. Ich würde jedoch in Frage stellen, dass die Parteien sich deswegen ändern würden. Wie sollen die Politiker denn zwischen Protest-Ungültigmachern und Dummheits-Ungültigmachern unterscheiden? Richtig, gar nicht. Erst recht nicht, wenn die Politik so böse ist, wie von Ungültigmachern und Nichtwählern behauptet.
Ich denke es gibt für jeden eine Partei, egal wie winzig sie auch seien mag. Und wenn nicht – Gründet doch eure eigene Partei. ;)

Kommentare:

  1. Aber was soll man denn sonst bzw.was kann man denn sonst machen?- ich finde so ein boykott wenn viele viele dem folgen würden- würde auffallen und anklang finden??? Ich arbeite in der gebäudereinigung- ich würde mich freuen wenn erwas mehr übrig bleiben würde und mann nicht noch aufstockende leistung beantragen müsste.auch wünsche ich mir etwas mehr sicherheit in solchen berufsgruppen wie z.b. Reinigung und andere n berufsgruppen in denen man einen geringen lohn bekommt.zukunftsangst nenn ich sowas

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    1. Ich bin davon überzeugt das es für jeden eine Partei gibt. Auch wenn es nur eine ganz kleine ist.
      Und in deinem Falle solltest du jemanden wählen, der sich für die Arbeitnehmerrechte einsetzt und z.B. Mindestlohn einführt. Ich denke wenn du etwas offener bist wirst du schon die Partei finden die deine Stimme verdient. Viel Glück dabei :)

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  2. Es hilft ja nicht wenn ein mindeslohn eingeführt wird - am ende aber nichts hängen bleibt weil andere dinge teurer geworden sind- man nicht einmal sagen kann:"jetzt nehme ich das geld und stecke es in meine vorsorge" - andere löcher werden gestopft.ich hab mir das für mich in den letzten 5 jahre ausgerechnet und musste feststellen, das ich mich trotz arbeit verschlechtert habe.

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