Hallo meine Freundinnen und Freunde!

Mein Name ist Jenny, ich bin zur Zeit 20 Jahre alt und das ist mein Blog.
Hier geht es um meine Gedanken zu ökologischen Themen wie Umweltschutz, Tierschutz, Vegane/Vegetarische Lebensweise und vieles mehr.
Ich bin stets zu konstruktiven Diskussionen bereit, ja sogar erfreut, auch wenn ihr eine andere Meinung habt als ich.
Ich möchte niemanden meine Meinung aufzwingen und tolleriere andere Ansichten, solange sie nicht diskriminierend, beleidigend oder anderwältig verfassungsfeindlich sind.
Sonst bin ich für alles offen! =)

Mittwoch, 4. September 2013

"Geh wählen!" - "Wen?" - "Die Linke"

Im Westen eher als kleine Kommunistenpartei abgespeist ist die Linke in Ostdeutschland eine ernstzunehmende etablierte Partei. Dadurch erlangte sie im Bundestag zumindest die Rolle der scheinbar ewigen Opposition. Doch welche Ziele bringt die Linke mit in die Regierung, falls sich SPD und Grüne doch auf Rot-Rot-Grün einlassen?

Allgemeine Ideologie: Wie der Name schon sagt ist die Linke definitiv links, wie weit ist jedoch bei den Mitgliedern sehr unterschiedlich. Die Parteimehrheit ist demokratisch-sozialistisch.
Wirtschaft: Entgegen des Irrtums, die Linke wolle die Planwirtschaft wieder einführen, bauen sie in der Wirtschaft eher auf den Keynesianismus (Klick für mehr Infos). Die Finanzmärkte sollen staatlich kontrolliert und die Erbschaftssteuer und Steuern großer Unternehmen erhöht werden. Zudem möchten sie eine Vermögenssteuer und einen Mindestlohn von 10€ einführen.
Sozialpolitik: Als Selbstbezeichnete „letzte soziale Partei“ fordert die Linke nicht nur die Rücknahme aller Hartz-IV Gesetze sondern auch die bedingungslose Grundsicherung einführen. Zudem wollen sie eine Mindestrente von 1050€ und die „Bürgerversicherung“. Die Linken wollen auch eine Frauenquote von 50% und kostenfreie Kita-Plätze für alle.
Bildungspolitik: Unser dreigliedriges Schulsystem wird von den Linken strikt abgelehnt, genauso wie die Studiengebühren. Stattdessen wollen sie mehr Finanzen in die Bildung stecken und Gesamt- und Ganztagsschulen etablieren.
Umweltschutz und Energie: Die Umwelt sehen die Linken vor Allem als Gemeindewohl, weswegen auch sie Nachhaltigkeit groß schreiben. Zum Umweltschutz sehen sie ein Steuer- und Abgabesystem vor, dass Umweltsünder stärker belasten soll. Die Energieversorgung soll dezentralisiert und die erneuerbaren Energien ausgebaut werden.
Integration: Die Linken möchten eine „Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit“ mit den Muslimen etablieren, um das gegenseitige Verständnis zu verbessern. Generell möchte die Linke viel Energie in die Integration von Migranten investieren und alle Minderheiten fördern. So sollen auch Homosexuelle und Behinderte komplett gleichgestellt werden.
Innenpolitik: Der Ausbau der direkten Demokratie und des Föderalismus ist der Linken sehr wichtig. Bundeswehr und Polizei sollen weiterhin strikt getrennt bleiben und der Kampf gegen Rechts verstärkt werden. Zudem möchten sie den deutschen Rechtsstaat nach den Prinzipien der Solidarität umgestalten.
Außenpolitik: Bundeswehraußeneinsätze werden von der Linken abgelehnt, genauso wie Waffenlieferungen an Diktatoren usw. Sie vertreten eine Abrüstungspolitik die auch die Auflösung der NATO und dessen Ersatz durch ein kollektives Sicherheitssystem umfasst. Außerdem ist die Linke ein starker Kritiker der Palästinapolitik Israels.
Europa: In der europäischen Ebene wollen die Linke eine tolerantere Asylpolitik durchsetzen und gleichzeitig die Militarisierung Europas vermeiden.
Tierschutz: Auch die Linken wollen das aktuelle Tierschutzgesetz reformieren, samt Verbot von Qualzucht, Wildtieren in Zirkussen, Delfinarien, Pelztierhaltung und Schenkelbrand. Zudem wollen sie ein Verbandsklagerecht einführen.
Chancen für den Vegetarismus: Nicht allzu hoch. Die Linken wollen zwar Kennzeichnungen über Haltungsbedingungen und Herkunft einführen, „vegan“, „vegetarisch“ usw. sind jedoch nicht in der Planung.

1 Kommentar:

  1. Vom Mittelalter zur Neuzeit

    "Der Sparer erzeugt mehr Ware, als er selbst kauft, und der Überschuss wird von den Unternehmern mit dem Geld der Sparkassen gekauft und zu neuen Realkapitalien verarbeitet. Aber die Sparer geben das Geld nicht her ohne Zins, und die Unternehmer können keinen Zins bezahlen, wenn das, was sie bauen, nicht wenigstens den gleichen Zins einbringt, den die Sparer fordern. Wird aber eine Zeitlang an der Vermehrung der Häuser, Werkstätten, Schiffe usw. gearbeitet, so fällt naturgemäß der Zins dieser Dinge. Dann können die Unternehmer den von den Sparern geforderten Zins nicht zahlen. Das Geld bleibt in den Sparkassen liegen, und da gerade mit diesem Geld die Warenüberschüsse der Sparer gekauft werden, so fehlt für diese jetzt der Absatz, und die Preise gehen zurück. Die Krise ist da."

    Silvio Gesell (Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld, 1916)

    Was hier beschrieben wird, ist genau das, was 20 Jahre später der "Jahrhundertökonom" John Maynard Keynes in seiner "Allgemeinen Theorie" als "Liquiditätsfalle" bezeichnete. Ein Phänomen, das sich zwangsläufig aus der Verwendung von hortbarem Geld (Zinsgeld mit Wertaufbewahrungs(un)funktion) ergibt, und das bisher alle Hochkulturen und Weltreiche in der Geschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit zerstörte:

    http://www.deweles.de/files/untergang.pdf

    Um bei der weiteren Verwendung von Zinsgeld aus der Liquiditätsfalle herauszukommen, kann nur ein Krieg mit anschließender Währungsreform (eine "Währungsreform" ohne vorhergehende Sachkapitalzerstörung führt nicht aus der Krise) den Zinsfuß anheben, damit wieder neues Zinsgeld in neue Sachkapitalien investiert werden kann. Darum ist in einer Zinsgeld-Ökonomie (zivilisatorisches Mittelalter) der Krieg der "Vater aller Dinge".

    Der 2. Weltkrieg tötete etwa 55 Millionen Menschen, was im Vergleich zur damaligen Weltbevölkerung noch nicht einer Dezimierung entsprach,…

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dezimation

    …die – bzw. die Angst davor – wohl mindestens erforderlich ist, um kollektive Verdummung durch Vernunft zu ersetzen, denn das ökonomische Wissen, das den Krieg verhindert hätte, war schon 1916 vorhanden. Doch die "hohe Politik", die im zivilisatorischen Mittelalter stets an der Spitze der Verdummung steht, hat die Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) bis heute nicht begriffen.

    Anstatt dem Geld seine Hortbarkeit zu nehmen und damit allgemeinen Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und den Weltfrieden zu verwirklichen, betreibt die politische Seifenoper das von J. M. Keynes vorgeschlagene "deficit spending" (Erhöhung der Staatsverschuldung und Geldmengenausweitung), um das Elend hinauszuzögern. Denn schließlich konnte der Krieg nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

    Wo liegt das Problem? Der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation setzt die Überwindung der Religion voraus:

    Der Weisheit letzter Schluss

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