Hallo meine Freundinnen und Freunde!

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Hier geht es um meine Gedanken zu ökologischen Themen wie Umweltschutz, Tierschutz, Vegane/Vegetarische Lebensweise und vieles mehr.
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Montag, 25. November 2013

Gastbeitrag von Marc: Wie man die Welt ein kleines bisschen besser machen kann; heute: CO2

Als ich letztens Martin Sonneborns kleine Trilogie "Martin Sonneborn rettet die Welt" gesehen habe, wurde ich von ihm zu diesem Beitrag inspiriert. Es ist jetzt bestimmt schon ein Monat her, dass ich das gesehen habe, also wird es langsam mal Zeit damit anzufangen. Ich hatte überlegt daraus eine Reihe zu machen, die dann vielleicht "Sieben Dinge, die die Welt ein kleines bisschen verbessern" heißen könnte, allerdings ist mir bis jetzt nicht so viel mehr dazu eingefallen. Was aus der Reihe schlussendlich wird, zeigt sich wohl erst mit der Zeit. Doch das soll mich nicht daran hindern hier und jetzt zu beginnen.

Wie die Überschrift schon verkündet geht es in diesem Artikel um das Thema CO2. Ihr wisst ja, dieses Gas, das zusammen mit ein paar anderen für den Klimawandel verantwortlich ist. In diesem Text geht es mir darum euch zu zeigen, wie man seinen persönlichen CO2 Verbrauch/Ausstoß ungefähr bestimmen kann und wie man diesen kompensiert. Es geht mir weniger darum euch zu sagen wie ihr euren CO2 Verbrauch senken könnt, das wird vielleicht nur am Rande erwähnt. Ich denke wie das geht hat man sicherlich schon oft genug gehört. (regional einkaufen, weniger/keine tierischen Produkte konsumieren, ordentlich Lüften...) Sondern es geht darum wie man das bereits verbrauchte CO2 ausgleichen kann.

Beginnen wir damit wie man seinen persönlichen Kohlenstoffdioxidverbrauch berechnen kann.
Dazu gibt es verschiedenste Seiten im Internet, die einem so etwas ausrechnen. Ich habe das gestern mal für den Haushalt von Jenny und mir gemacht. Dazu habe ich den Rechner des Bundesumweltamts (UBA) benutzt. Dort gibt man verschiedenste Daten in acht Kategorien (z.B. Heizung, Strom, Ernährung usw.) an, aus denen dann der CO2 Ausstoß berechnet wird. Das ganze wird am Ende noch einmal schön aufgeschlüsselt dargestellt, so dass man gut erkennen kann wie viel CO2 man in welcher Kategorie ausstößt.

Unser Ergebnis (also für unseren 2-Personen-Haushalt) sieht demnach wie folgt aus:



Wie ihr seht stehen wir garnicht so schlecht da. Wir stoßen nur etwa die Hälfte von dem aus, was der deutsche Durchschnitt an CO2-Emissionen ausstößt. Unsere Emissionen liegen sogar etwas unter dem weltweiten Pro-Kopf-Aufkommen von 6,8 Tonnen. Allerdings ist auch das immernoch zu viel. Laut dem UBA liegt die verträgliche Ausstoß-Quote bei 2,5 Tonnen pro Person, also 5 Tonnen für unseren Haushalt. Wir müssten das von uns verursachte CO2 also eigentlich noch einmal um die Hälfte senken, damit wir im verträglichen Bereich wären. Dabei muss man aber auch immer bedenken, dass wir etwa 20% unserer Emissionen garnicht groß beeinflussen können, weil diese öffentlich sind. Öffentliche Emissionen sind die, die durch Schulen, Verwaltungen, Abfallentsorgungen und so weiter entstehen. Jeder von uns hat einen Anteil daran und darum werden diese Ausstöße auf uns alle gleichmäßig verteilt.

Jetzt wissen wir also wie wir unseren Ausstoß berechnen lassen können und bekommen damit ein bestimmtes Ergebnis. In unserem Fall sind es 10,35 t/Jahr, wie man oben sehen konnte. Jetzt geht es darum wie man diese ausgleichen kann.

Dazu gibt es auch wieder hunderte Seiten, die eine Kompensation der CO2-Ausstöße anbieten. Viele Arbeiten damit, dass sie mit dem Geld, dass man für seine Emissionen bezahlt, Projekte fördern bei denen CO2 eingespart wird. Oder es werden damit Bäume gepflanzt, die dann wieder CO2 speichern und es somit aus der Atmosphäre herausnehmen und die Konzentration des Gases in der Luft verringern. Damit wird dann wiederum der Treibhauseffekt verringert. Solche Aktionen wie das Bäume pflanzen kann man natürlich auch selbst machen und damit seine Emissionen selbst kompensieren. Ich verlinke >hier< und >hier< mal zwei Beispielwebseiten, die ich jetzt auch nur mal schnell bei google gefunden habe, damit ihr schauen könnt wie sowas aussieht. Ich will damit keine Werbung machen, ihr könnt also auch einfach selbst eine Seite suchen.

Eine zweite Möglichkeit ist die Beteiligung am Emissionshandel der EU. Was das genau ist, könnt ihr ja >hier< nachlesen, wenn ihr möchtet. Ich weiß, dass manche diesem Verfahren etwas kritisch gegenüber stehen, aber ich finde die Idee eigentlich nicht schlecht. Das Problem ist nur manchmal die Umsetzung. So wurden in der letzten Handelperiode zu viele Zertifikate ausgegeben, wodurch der Preis dieser sank und es für die Unternehmen recht günstig war CO2 auszustoßen. Damit fehlte natürlich der Anreiz zu sparen.

Aber es gibt da eine Möglichkeit das ganze System des Emissionshandels für sich zu nutzen. Martin Sonneborn spricht genau diese in seiner Trilogie an. Da die Emissionsrecht an der Börse gehandelt werden, kann theoretische jeder am Handel teilnehmen und sich selbst Emissionsrechte kaufen. Das ist praktisch allerdings nicht so leicht umzusetzen wie es klingt, da man verschiedenste Gebühren bezahlen muss um wirklich mithandeln zu können. Aus diesem Grund gibt es auch dafür Internetseiten an die man sich wenden kann, damit diese für dich die Rechte kaufen. Bei Sonneborn war es eine norwegische, aber ich habe auch eine deutsch/englische Seite gefunden. (>hier<)

Das Kaufen der Emissionsrecht hat vorallem einen Vorteil: Man ärgert damit auch ein wenig die Industrie, weil die höhere Nachfrage die Preise in die Höhe treibt. Außerdem kann man die erworbenen Rechte auch einfach wegschmeisen/verbrennen/was auch immer ihr damit tun wollt oder sie werden dann von der Webseite, die sie für euch erworben hat selbst gelöscht, so ist es zum Beispiel bei der oben verlinkten Webseite.
Indem die Rechte gelöscht werden, können sie nicht mehr auf dem Markt gehandelt werden. Damit sinkt die Obergrenze des in der EU emitierten CO2s und das hilft dem Klima.

Allerdings solltet ihr eines bedenken, wenn ihr euren CO2-Verbrauch ausgleichen wollt: Es ist nur ein Ausgleich! Damit wird kein CO2 vermieden, da ihr es ja schon ausgestoßen habt. Auf diesen Umstand wurde ich auch auf mehreren Webseiten hingewiesen, bei denen ich mich über das Thema informiert habe. Es wird immer gesagt, dass die Kompensation nur die zweitbeste Möglichkeit ist der Umwelt gegen das CO2 zu helfen. Das beste was man tun kann ist immer noch die größtmögliche Vermeidung dieses Klimagases.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Blogartikel einen Tipp geben, wie man die Welt ein kleines bisschen besser machen kann. Und mal schauen ob mir doch noch mehr einfällt und hieraus eine kleine Reihe entstehen kann.

Kommentare:

  1. Vielen Dank für diesen Post! Solche fehlen in der Bloggerwelt meines Erachtens. Um ein (Klima-) Bewusstsein schaffen zu können müssen Informationen vermittelt werden. Ich denke, dass viele Leute das Thema für richtig und wichtig halten, sich aber niemand dafür so richtig mal Zeit nimmt sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Ich kenne atmosfair und kann diese Klimaschutzorganisation nur empfehlen. Ich habe mit ihr bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

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  2. Es freut mich, dass dir der Post gefällt! Ich denke auch, dass ein wenig mehr Bewusstsein für die Thematik nicht schlecht wäre. Ein guter Anfang dafür ist meiner Meinung nach die Errechnung des eigenen CO2-Ausstoßes. Damit hat man selbst erstmal eine Grundlage auf die man aufbauen kann.

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  3. Hallo Marc-David,

    danke für diesen sehr guten Blog-Post. Martin Sonnenborn ist sowieso grossartig....
    Auch die Erklärungen zum Thema Kompensationen sind sehr gelungen. Was ich allerdings – und sicher auch im Namen der Kollegen von Atmosfair – noch ansprechen würde, ist der Qualitätsunterschied bei den verschiedenen Möglichkeiten, CO2 zu kompensieren. Aus Klimaschutzgründen, aber auch aufgrund der nachhaltigen Entwicklung sind die Zertifikate, die an der Börse gehandelt werden, nicht mit denen aus unseren Projekten vergleichbar. Hier spielen industrielle Faktoren eine Rolle. Überspitzt formuliert: dass eine Zementfabrik nicht mehr produziert, ist in punkto CO2-Ausstoss "gut", ob diese Fabrik sich dafür Reduktionen anrechnen darf, eher fraglich.

    Beste Grüsse,
    Kai Landwehr
    Stiftung myclimate

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    1. Hallo Kai,

      vielen Dank für deine Kritik und Ergänzungen. Ich denke es ist ganz wichtig zu erwähnen, dass es bei den Kompensationsmöglichkeiten auch wieder Unterschiede gibt.
      Und bei Martin Sonneborn kann ich dir auch nur zustimmen! ;-)

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