Hallo meine Freundinnen und Freunde!

Mein Name ist Jenny, ich bin zur Zeit 20 Jahre alt und das ist mein Blog.
Hier geht es um meine Gedanken zu ökologischen Themen wie Umweltschutz, Tierschutz, Vegane/Vegetarische Lebensweise und vieles mehr.
Ich bin stets zu konstruktiven Diskussionen bereit, ja sogar erfreut, auch wenn ihr eine andere Meinung habt als ich.
Ich möchte niemanden meine Meinung aufzwingen und tolleriere andere Ansichten, solange sie nicht diskriminierend, beleidigend oder anderwältig verfassungsfeindlich sind.
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Montag, 24. Februar 2014

Gastbeitrag von Marc: Wie man die Welt ein kleines bisschen besser machen kann; heute: ökologischer Fußabdruck

Nachdem ich in meiner Reihe bereits über CO2 und Moderne Sklaverei geschrieben habe, soll es heute um den ökologischen Fußabdruck gehen.

Was ist der ökologische Fußabdruck?

Der ökologische Fußabdruck ist eine Erfindung der beiden Wissenschaftler Mathis Wackernagel und William Rees. Er ist ein Maß mit dem man bestimmen kann wie viele Ressourcen wir verbrauchen. Die beiden Forscher wollten damit herausfinden, ob unsere Erde genügend Ressourcen zur Verfügung bereitstellt, um alle Bedürfnisse der Menschen befriedigen zu können. Die Maßeinheit des Ökologischen Fußabdrucks sind Hektar (Ein Hektar sind gleich 100 x 100 Meter).

Wenn wir unseren eigenen ökologischen Fußabdruck messen, dann messen wir damit wie viel Platz der Erde wir benötigen, um leben zu können. Nun wissen wir ja alle, dass der Platz auf unserer Erde begrenzt ist. Folglich hat jeder Mensch nur eine gewisse Fläche die er zur Verfügung hat um zu leben.
Unser Planet hat eine Oberfläche, die in etwa 51 Milliarden Hektar groß ist. Das klingt zwar sehr viel, aber leider sind 71 Prozent davon schonmal Wasser. Die restlichen knapp 15 Milliarden Hektar sind auch nicht vollständig für den Menschen nutzbar. Grund dafür sind unfruchtbaren Land, Eiswüsten, wie in der Antarktis, oder Sandwüsten, wie die Sahara. Für den Menschen bleiben dann etwa 8,3 Milliarden Hektar übrig. Das ist schon um einiges weniger. Wenn man das dann noch durch die etwa 7 Milliarden Menschen teilt, die auf der Erde leben, dann stehen jedem Menschen 1,78 Hektar zu.

Wenn man nun wortwörtlich auf zu großem Fuße lebt und damit mehr als 1,78 ha für sich benötigt, dann bedeutet das faktisch, dass man einem anderen Menschen auf dieser Erde Platz zum Leben weg nimmt.

Wie berechnet man seinen eigenen ökologischen Fußabdruck?

Wie die letzten Male, stelle ich euch auch dieses Mal wieder eine Webseite vor, mit der man seinen eigenen Ökologischen Fußabdruck berechnen lassen kann.

Dieses Mal handelt es sich um eine Seite der BUND-Jugend, die ich euch >>hier<< verlinke.
Dort findet ihr auch noch einmal mehr Informationen darüber, was es mit dem ökologischen Fußabdruck auf sich hat.

Wenn man auf der Seite dann auf "Berechne deinen Fussabdruck" klickt, dann gelangt ihr zum Rechner und es dauert auch nur noch einen Klick, bis es los geht.
Im Rechner müsst ihr wieder verschiedenste Angaben zu euch und eurem Konsumverhalten und andere Dinge eures Lebens machen. Zwischen den Kapiteln gibt es dann immer ein paar witzige Animationen, die gleichzeitig euch vorher gemachten Angaben mit verdeutlichen.

Hier habe ich mal ein kleines Beispiel mit einem Easter Egg für euch:

Und findet ihr das Easter Egg? ;-)

Wenn ihr alles ausgefüllt habt, dann erhaltet ihr euer Ergebnis. Meines sieht so aus:


Wie ihr sehen könnt habe ich einen ökologischen Fußabdruck von 2,54 Hektar. Damit brauche ich 0,76 Hektar mehr als mir eigentlich zusteht. Wie man im Bild allerdings auch sieht, gibt es auch noch einen kollektiven Fußabdruck. Das in der Fußabdruck, den man einfach schon hat, weil man in einer Gesellschaft lebt, die eine gewisse gemeinsame Infrastruktur aufweist, die jeder von uns benutzt. Dazu gehören Straßen, Schulen oder Krankenhäuser. Gegen diesen Fußabdruck kann man alleine ziemlich wenig machen.
Das Erschreckende für mich war, dass man sich in Deutschland so viel anstrengen kann wie man möcht, aber man wird immer einen größeren Fußabdruck haben als einem eigentlich zusteht. Und dabei stehe ich mit meinem Fußabdruck noch vergleichsweise gut da.


Im Vergleich zum deutschen Durchschnitt benötige ich nur etwa knapp die Hälfte der Fläche zum Leben.

Wie kann ich meinen ökologischen Fußabdruck verkleinern?

Wie man anhand meines Ergebnisses sehen kann, macht meine Art der Ernährung schon einen großen Unterschied. Während ich nur 0,0756 Hektar für meine Nahrung benötige, verbraucht der Deutsche im Durchschnitt 1,78 Hektar. Und ihr werdet es vielleicht gemerkt haben: 1,78 ha ist genau die Fläche die einem eigentlich nur zur Verfügung steht. Und die verbrauchen wir Deutschen schon allein für unsere Nahrung.
Man sieht also, dass eine vegetarische oder vegane Ernährung schon ganz schön viel ausmachen kann. Aber auch Regionalität und Saisonalität der Waren machen einen Unterschied für den Fußabdruck.

Mich persönlich am meisten überrascht hat mich mein Konsum. Ich konsumiere etwa 43 Prozent mehr als der deutsche Durchschnitt. In absoluten Zahlen sind das 0,4 ha. Ich denke mein Hauptproblem in dieser Kategorie ist, dass ich meine Sachen meist neu kaufe. Gebraucht Sachen bessern die Bilanz sicherlich um einiges auf. Allerdings wurde im Test gar nicht explizit danach gefragt. (Soweit ich mich erinnere.)

Der BUND hat auf der letzten Seite des Rechners auch nochmal 4 kleine Tipps (und eine Werbung für sich selbst!;-)) aufgelistet, wie man den ökologischen Fußabdruck verkleinern kann. Ansonsten denke ich, dass man anhand dessen, was man im Test gefragt wurde und was man angekreuzt hat, schon selbst sehen kann, wo Verbesserungsbedarf bei einem selbst besteht.

Also achtet darauf wie ihr von A nach B kommt, was ihr esst, wie viel und was ihr kauft und wie warm es in eurer Wohnung ist! ;-)

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